Kunstausstellung zum 50. Geburtstag

Konrad-von-Parzham-Schule startet mit Vernissage ins Jubiläumsjahr

Schulleiter und Mitglieder der Schülermitverantwortung (SMV) bewundern den „Kinderbaum“ von Erich Horndasch, den eine Gruppe der Heilpädagogischen Tagesstätte nach eigenen Ideen gestaltet hat.

Das Leben des Künstlers und das Mandala als sein häufig verwendetes Motiv – gestalterisch und multimedial aufbereitet von einer Klasse der Mittelschulstufe.

Die Eule ziert als „Klassentier“ das Zimmer der Grundschulstufe 3 und wurde von den Kindern hier in eine dreidimensionale Arbeit übertragen.

 

Das Förderzentrum des Kreis-Caritasverbandes Altötting e.V. feiert 2024 sein 50jähriges Bestehen am Standort im Altöttinger Gries. Den Start markierte vor kurzem eine Vernissage, in der die Ergebnisse eines großen Kunstprojekts vorgestellt wurden, an dem bereits seit dem letzten Herbst alle Klassen der Förderschule und die Gruppen der HPT gearbeitet hatten.

 

Thema des Projekts war der in Stammham bei Marktl ansässige akademische Graphiker und Kirchenmaler Erich Horndasch, der 1974 beim Bau der Schule ihre künstlerisch Gestaltung übernommen hatte. Seitdem prägen seine Werke das Erscheinungsbild der Konrad-von-Parzham-Schule in unverwechselbarer Weise:

 

Für die Gänge entwarf Horndasch eigene Wandgemälde, die inhaltlich aufeinander aufbauen. Sie beginnen im Vorschulbereich mit dem Bild eines Nestes als Zeichen der Geborgenheit und enden bei den großen Schülern mit Mandalas als Symbol für die Kräfte des Lebens und für den Menschen als sich ständig weiter entfaltendes Wesen. Farbige Führungslinien ziehen sich durch das Schulhaus in die Klassenräume und enden dort jeweils mit dem Bildnis eines „Klassentiers“. Diese Bilder stellen die Entwicklung des Lebens dar. Sie beginnen in der SVE mit Fischen, steigen auf zu den Kriechtieren, Insekten, Säugetieren und enden in der Berufsschulstufe mit der Darstellung eines Kranichs. Sein größte Werk steht im Außenbereich der Schule. Der „Kinderbaum“ ist das Wahrzeichen der Parzham-Schule und kann schon von der Landstraße aus gesehen werden.

 

In Zusammenarbeit mit Fachoberlehrerin Anna Murr und ihren Schülern schuf Horndasch am Förderzentrum selbst zahlreiche monumentale Wandteppiche in den verschiedensten Techniken. Szenen des Alltags, religiöse Bilder oder Märchen und Fabeln dienten als Motive. Horndasch persönlich legte die Entwürfe exakt fest, die Schüler mit Frau Murr führten die Zuschneide-, Näh- und Webearbeiten aus. In den 1980er und 90er Jahren entstanden solche Teppiche für viele öffentliche Gebäude im Landkreis, z.B. für das Belegschaftshaus des Wacker-Werks oder für den Stadtsaal in Burghausen. Selbst Papst Johannes Paul II. wurde seinerzeit ein kleineres Exemplar bei seinem Besuch in Altötting überreicht.

 

Mit dem Kunstprojekt zum Schuljubiläum sollten die Werke Horndaschs wieder ins Bewusstsein der neuen Schülergeneration gerückt werden. Die Kinder und Jugendlichen in Schule und Tagesstätte befassten sich mit dem Künstler und seinen Werken auf verschiedene Weise, wobei sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und seine Motive und Techniken nachempfinden oder weiterführen konnten. Schautafeln zur Vita des Künstlers sind entstanden und auch digitale Medien wurden einbezogen, z.B. durch QR-Codes an den Ausstellungswänden, über die selbstgestaltete Video-Clips zum Thema abgerufen werden können.

 

Die Schulgemeinschaft versammelte sich jüngst im Foyer der Parzham-Schule, um die Ausstellung der gelungenen Werke zu eröffnen. Die Berufsschulstufe hatte dazu ein beachtliches Kuchenbüffet aufgebaut. Als Ehrengast konnte Frau Anna Murr begrüßt werden, die als Zeitzeugin über ihre Arbeit mit Erich Horndasch berichtete.

 

Schulleiter Werner Pangerl drückte Kindern und Kollegen seine Anerkennung aus für die wunderschönen Exponate, mit denen der Stil Horndaschs aufgegriffen und kreativ weitergeführt wurde. Dass eine Schule ihre ästhetische Ausgestaltung von einem namhaften Künstler in Form eines in sich stimmigen Konzepts erhält, sei eine Besonderheit und ein großes Geschenk der Schulgründer an die folgenden Generationen. Ein positiver Nebeneffekt des Kunstprojekts – so der Rektor weiter – sei, dass Schülerinnen, Schüler und das gesamte Kollegium diese Gestaltung ihres Schulhauses nach dem Projekt viel aufmerksamer und bewusster wahrnehmen würden als vorher.

 

Die Kunstausstellung wird bis noch zum Schuljahresende in den Räumen der Konrad-von-Parzham-Schule zu sehen sein, z.B. auch am großen „Tag der offenen Tür“ zum Schuljubiläum am Samstag, dem 06.07.2024.

Aktuelles

Heilerziehungspfleger/innen (m/w/d) oder

Erzieher/innen (m/w/d)

weiterlesen ...

Wir suchen Verstärkung für die Bereiche Sozialpädagogik, Heilpädagogik oder Psychologie

weiterlesen ...
Termine
Keine Artikel vorhanden.
Tipps und Infos

Haben Sie Fragen zur Förderung Ihres Kindes?
Wir beraten Sie gerne und unverbindlich!
Rufen Sie uns an unter 08671 2258

Brauchen Sie weitere Hilfe?
Hier finden Sie eine Übersicht über inner- und außerschulische Hilfsangebote in Notlagen (u. a. bei Depressionen/Angststörungen)

 

 

 

FAQ - Häufig gefragt

Kennen Sie unser umfassendes Angebot für Kinder im Kindergartenalter?

Gerne informieren wir Sie über unsere Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) und Heilpädagogische Tagesstätte - am besten nach Terminvereinbarung unter 08671/2258!