„In jedem Ende liegt ein neuer Anfang“

Schulentlassfeier 2024 an der Konrad-von Parzham-Schule

Ein Gruppenfoto zum Abschied: Die Absolventen der Konrad-von-Parzham-Schule 2024 mit Sonderschulrektor Werner Pangerl (links), der Vorsitzenden des Elternbeirats Christina Lechner (3. von rechts) und den Lehrern und HPT-Gruppenleiterinnen der Berufsschulstufe (von links) Sylvia Heuschneider, Jana Stutz, Ulrich Berger, Marion Scheffler und Josef Hummelsperger.

 

Insgesamt acht Absolventen der Berufsschulstufe der Konrad-von-Parzham-Schule haben 2024 ihre Schulpflicht erfüllt und ihr Abschlusszeugnis erhalten. Die Turnhalle des Förderzentrums war festlich geschmückt, als in einem Festakt verschiedene Redner die zu Ende gehende Schulzeit der jungen Erwachsenen Revue passieren ließen. Bereits im vorangehenden Schlussgottesdienst der Caritas-Schule standen die Absolventen im Mittelpunkt. Der Hausgeistliche, Pfarrer i.R. Eduard Mayer, segnete die Entlass-Schüler einzeln, um ihnen für den weiteren Lebensweg Gottes Hilfe zuzusprechen.

Die Vorsitzende des Elternbeirats, Frau Christina Lechner, stellte ein Zitat von Galileo Galilei ins Zentrum ihrer Ausführungen: „Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“ An verschiedenen Beispielen machte sie deutlich, dass gerade am Förderzentrum geistige Entwicklung die Individualität der Schüler berücksichtigt wird, dass hier nicht nur die Wissensvermittlung im Vordergrund stehe, sondern es darum gehe, das Potential jedes einzelnen Kindes zu entdecken und zu fördern. Jeden Schüler in seinem Sosein als einmalig zu respektieren und auch verborgene Talente zu fördern, sei eine große Stärke dieser Schulart. Da auch ihre Tochter zu den Absolventen 2024 gehöre, könne sie auf eine lange Zeit in der Parzham-Schule zurückblicken. Ausdrücklich dankte Frau Lechner den Mitarbeitern in Schule und HPT für ihren fachlich und menschlich einwandfreien Einsatz im Dienste der ihnen anvertrauten Kinder. Die Absolventen selbst ermutigte sie, sich nach dem Schulende neuen Entwicklungsaufgaben zu stellen in der Arbeit und im Erwachsenenleben: „Geht Euren Weg, findet Euren Platz im Leben und seid Euch bewusst, dass Ihr einzigartig und wertvoll seid!“

Für die Schülermitverantwortung traten Manuela Linortner, Saskia Voss und Lili Bente vor das Mikrophon. Anhand der künstlerischen Gestaltung des Schulhauses durch Mandalas des Malers Erich Horndasch, in denen die Entwicklung des Lebens nachempfunden wird, verdeutlichten sie die Schullaufbahn ihrer Mitschüler von der SVE bis hin zur höchsten Klassen. Die Idee der Bilder geht auf ein Gedicht von Rainer M. Rilke zurück: „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, /die sich über die Dinge ziehn. /Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, /aber versuchen will ich ihn.“ Die Jugendlichen der SMV ermunterten in diesem Zusammenhang die Absolventen, auf das Erreichte stolz zu sein und jetzt im Leben nach der Schule mit Mut und Zuversicht neue Aufgaben anzupacken.

Schulleiter Werner Pangerl schließlich betonte, dass Anfang und Ende je nach Perspektive als zwei Seiten derselben Medaille betrachtet werden können, und zitierte den spanischen Philosophen Miguel de Unamuno, dem der Satz „In jedem Ende liegt ein neuer Anfang“ zugeschrieben wird. „Euer Weg durch die Schule ist nun vollendet, und gleichzeitig beginnt eine neue Etappe im Leben,“ betonte Pangerl. Dementsprechend würdigte er zunächst die zurückliegende Wegstrecke mit ihren leichten, schönen und mitunter auch steinigen Passagen. Der Rektor dankte den Eltern, den Schülern und seinem Kollegium in Schule und HPT dafür, dass sie diesen Weg gemeinsam erfolgreich zurückgelegt haben. Und er blickte voraus auf den neuen Weg, für den die Absolventen aus seiner Sicht gut vorbereitet seien. Nun könnten sie alle Herausforderungen im Leben als Erwachsene und im Beruf mit Zuversicht anpacken, wo immer sie diese hinführen würden: in eine Förderstätte, eine beschützende Werkstatt oder eine Unterstützte Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt.

Mit der Aushändigung der Abschlusszeugnisse endete der Festakt, der musikalisch von den Lehrkräften Ulrich Berger (Klavier) und Ulrike Pangerl (Querflöte) würdig gestaltet worden ist. Anschließend bestand bei einem von der Tagesstätte organisierten Stehempfang noch Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und Abschied von der Schule zu nehmen.

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