Der erste und die letzten „Zivis“ (von links): Benedikt Ludstock, Heilpädagogischer Förderlehrer Albert Haderer und Sebastian Ruchlak
Damit endet eine langjährige Tradition, die seit Gründung der Schule in den 70er Jahren bis dato Bestand hatte und immer wieder junge Männer an die soziale Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen herangeführt hat.
Auf dem Bild ist auch Albert Haderer zu sehen, der einer der ersten Zivis nach Einführung des Zivildienstes 1961 war. Er arbeitet heute noch als Heilpädagogischer Förderlehrer an der Konrad-von-Parzham-Schule. Auch bei ihm hatte der Zivildienst Anteil an der Entscheidung, sich beruflich im sozialen Bereich zu engagieren.
Die Hinführung von Generationen junger Männer an die Berufsmöglichkeiten im Sozial- und Bildungswesen geht mit der Aussetzung des Zivildienstes verloren.
Inwieweit der Bundesfreiwilligendienst diese Lücke schließen kann, bleibt ungewiss.
Auch für die Konrad-von-Parzham-Schule ist diese Entwicklung ein herber Verlust. Schule und HPT müssen dadurch nicht nur auf hochwillkommene Helfer verzichten, sondern auch auf die natürliche, spontane Anteilnahme der jungen Zivildienstleistenden, die sich der behinderten Schüler kameradschaftlich und herzlich angenommen haben und gerade für die heranwachsenden männlichen Jugendlichen der Einrichtung wichtige Identifikationsfiguren gewesen sind.
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