Abschied von der Konrad von Parzham Schule

Die Heilpädagogische Förderlehrerin Rosina Hager und die Kinderpflegerin Rita Göbel gehen in Pension

Kreiscaritas-Vorstand Josef Schropp (rechts) und Sonderschulrektor Werner Pangerl (links) mit den angehenden Pensionistinnen Rita Göbel (links) und Rosina Hager (rechts) beim Abschiedsbild im Schulgarten der Konrad-von-Parzham-Schule

 

Das Kollegium der Konrad-von-Parzham-Schule wird im kommenden Schuljahr auf zwei langjährige und verdiente Mitglieder verzichten müssen. Am letzten Schultag wurden die Heilpädagogische Förderlehrerin Rosina Hager und die Kinderpflegerin Rita Göbel in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

 

Wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen musste eine ursprünglich geplante größere Veranstaltung mit Schülern, ihren Eltern und Freunden der Einrichtung vorerst leider entfallen. Eine kleine Feierstunde mit begrenztem Teilnehmerkreis in der locker und mit ausreichendem Abstand bestuhlten Schulturnhalle bot dennoch einen würdigen Rahmen für die Verabschiedung der beiden Kolleginnen. Der geschäftsführende Vorstand des Kreis-Caritasverbandes Altötting, Herr Josef Schropp, war eigens gekommen, um seinen beiden Mitarbeiterinnen den Dank und die Anerkennung des Schulträgers für die jahrzehntelang geleisteten hervorragenden Dienste auszusprechen und ein Abschiedspräsent zu überreichen.

 

Sonderschulrektor Werner Pangerl sowie Maria Unterhitzenberger und Stefanie Biedersberger als Sprecherinnen der Mitarbeitervertretung würdigten die herausragende Lebensleistung der angehenden Ruheständlerinnen:

 

Frau Rosina Hager kam bereits 1975 als Berufspraktikantin an die Förderschule der Kreis-Caritas, wo sie seitdem ohne Unterbrechung tätig war. Bald darauf absolvierte sie die Ausbildung zur Heilpädagogischen Förderlehrerin und gestaltete als solche die Entwicklung der damals neuen und aufstrebenden Schule von Anfang an mit.

 

Frau Hager unterrichtete mit größtem Fleiß und höchstem persönlichem Einsatz in allen Jahrgangsstufen viele Schülergenerationen und setzte Maßstäbe in vielen Bereichen. Rund zwanzig Jahre führte sie Klassen mit schwerst-mehrfachbehinderten Schülern und betrat damit sonderpädagogisches Neuland, für das in den 1970er und 1980er Jahren erst Konzepte und Methoden erarbeitet werden mussten. Später unterrichtete sie Klassen der Mittelschul- und Berufsschulstufe. Auch hier leistete Frau Hager wieder Pionierarbeit bei der Implementierung des neuen Berufsschulstufenlehrplans und bei der Entwicklung altersgemäßer Unterrichtsformen, wie z.B. dem Praxistag oder der Projektorientierung. Rosina Hager brachte ihre zahlreichen Talente und Begabungen unermüdlich in ihre Arbeit ein, z.B. ihre künstlerischen Fertigkeiten beim Töpfern, Werken und Bildnerischen Gestalten, ihr Geschick bei der Gestaltung von Schulgottesdiensten gemeinsam mit den Schülern oder ihre gärtnerischen Fähigkeiten beim Praxisunterricht im Schulgarten. Der Schulleiter bezeichnete Rosina Hager als eine “Lehrerin wie aus dem Bilderbuch“, die mit Kreativität, Fleiß, Ausdauer, Konsequenz und Zugewandtheit zum Kind außerordentliche Erfolge erzielte. Klarheit, Verlässlichkeit und liebevolle Strenge kennzeichneten ihren Erziehungsstil, sie sei bei den Schülern sehr beliebt gewesen und habe gerade auch verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen den nötigen „äußeren Halt“ geboten, der ihnen half, innere Stabilität zu entwickeln. Ihren Kollegen gegenüber sei sie immer hilfsbereit gewesen, habe ihre mühsam erarbeiteten und gesammelten Materialien großzügig geteilt, habe sich viele Jahre in der Mitarbeitervertretung engagiert und sei ihren jeweiligen Schulleitern jederzeit ehrlich und loyal zur Seite gestanden. In sehr persönlichen Worten betonte Rektor Pangerl, dass er seiner scheidenden Kollegin immer größte Hochachtung entgegengebracht habe, und dass er sie nur ungern in den zweifelsohne verdienten Ruhestand entlassen würde. Langanhaltender Beifall des Kollegiums beim Überreichen der Abschiedsgeschenke zeigte eindrucksvoll, welch große Lücke Frau Hager an der Konrad-von-Parzham-Schule hinterlassen wird.

 

Nicht minder waren die Verdienste der Kinderpflegerin Rita Göbel, die seit 1998 in zahlreichen Klassen als verlässliche und kompetente Mitarbeiterin wirkte. Bei Kindern und Jugendlichen aller Altersgruppen unterstützte sie zahlreiche Lehrkräfte und Gruppenleiter, übernahm Verantwortung und half bei der Gestaltung des Schulunterrichts und der Gruppenangebote in der Heilpädagogischen Tagesstätte. Schulleiter Werner Pangerl erläuterte die wichtige Rolle der Kinderpfleger in der Teamstruktur und ihre Bedeutung für erfolgreiche pädagogische Arbeit und berichtete aus eigener Erfahrung, dass man mit Frau Göbel als Assistentin jederzeit gut aufgestellt war, auch in schwierigen Klassensituationen mit besonderen erzieherischen Herausforderungen. Frau Göbel habe sich stets mit Fachkenntnis, Umsicht und großem Einsatz über das Maß der Pflicht hinaus in ihrer Arbeit engagiert, immer einen „guten Draht“ zu den Kindern gefunden und sich im Kollegium schnell und gut etabliert. Mit Frau Göbel verliere die Konrad-von-Parzham-Schule eine herausragende Vertreterin ihres Berufsstandes, die nur schwer zu ersetzen sein werde.

 

WIR WÜNSCHEN ALLES GUTE, GLÜCK, GESUNDHEIT UND VIEL FREUDE IM RUHESTAND!!!

 

Zum Abschluss der Feierstunde wurden noch weitere Mitarbeiter aus dem Dienst an der Konrad-von-Parzham-Schule verabschiedet, so die Helferinnen und Helfer nach zwölf Monaten im Bundesfreiwilligendienst oder im Freiwilligen Sozialen Jahr, die erfolgreiche Absolventin der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin Jana Stutz und andere Kolleginnen, die eine berufliche Veränderung oder Weiterbildung andernorts anstreben.

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